Immer nachhaltiger: Kreuzschifffahrt präsentiert sich auf den Hamburger Cruise Days

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Beeindruckende Kreuzfahrtschiffe hautnah erleben – darum geht es bei den Hamburger Cruise Days. Vom 13. bis 15. September werden Besucher die Größe und Vielfalt von zwölf Schiffen bestaunen können.

Die teilnehmenden Schiffe sind zudem ein gutes Beispiel für die Fortschritte beim Umweltschutz der gesamten Branche. Sämtliche Schiffe setzen schwefelarme Brennstoffe oder emissionsmindernde Abgasreinigungssysteme ein, die den Schwefelgehalt über das gesetzlich geforderte Maß hinaus und den Feinstaubausstoß insgesamt reduzieren. Weitere haben die technischen Voraussetzungen, um Landstrom zu nutzen. Allerdings steht dieser noch nicht an allen Liegeplätzen zur Verfügung.

Kreuzfahrtbranche nimmt ihre Verantwortung ernst

„Diese in den vergangenen Jahren verzeichneten Fortschritte der Schifffahrt im Bereich des Meeres- und Umweltschutzes gehen maßgeblich auf Anstrengungen der Kreuzfahrtreedereien zurück“, sagt Helge Grammerstorf, National Director von CLIA Deutschland.

So ist jede Generation von Kreuzfahrtschiffen umweltfreundlicher als die vorherige: Immer mehr Schiffe wenden emissionsreduzierende Technologien an, um ihren ökologischen Fußabdruck zu verkleinern. So gelang es der Branche, den Treibstoffverbrauch pro Passagier in den vergangenen 20 Jahren um 70 Prozent zu reduzieren.

Das erste mit Flüssigerdgas (LNG) betriebene Schiff wurde 2018 in Dienst gestellt, ein weiteres folgt noch in diesem Jahr. Zudem sind 26 weitere Schiffe mit LNG-Antrieb im Bau oder bestellt. 129 der 268 Kreuzfahrtschiffe der CLIA-Mitgliedsreedereien wurden bereits mit Abgasreinigungssystemen ausgestattet, bei weiteren 40 Schiffen ist die Nachrüstung geplant oder wird bereits durchgeführt. Nachrüstungen sind auch deshalb relevant, weil Schiffe, die heute gebaut werden, eine Lebenserwartung von mehr als dreißig Jahren haben.

Geringe Feinstaubbelastung durch Kreuzfahrtschiffe

Kreuzfahrtschiffe verursachen nur einen kleinen Teil der Emissionsbelastung in deutschen Kreuzfahrthäfen. Trotz großer Anstrengungen der Kreuzfahrtindustrie ist daher die Einflussmöglichkeit entsprechend begrenzt.

Dass die Anstrengungen der Branche Früchte tragen, bestätigt auch das Deutsche Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung (RAL gGmbH), indem sie erstmals ein Kreuzfahrtschiff mit dem Umweltsiegel „Blauer Engel“ auszeichneten. Grund für die Auszeichnung war das umweltfreundliche Schiffsdesign.

CLIA unterstützt Destinationsmanagement zur Entlastung von touristischen Hotspots

Ein weiteres Kernanliegen der Branche ist es, das Passagieraufkommen in touristischen Hotspots zu entzerren. Deshalb unterstützt CLIA die systematische, integrierte und partizipative Zusammenarbeit mit den Zielhäfen.

„Ein gutes Beispiel ist die kürzlich bekanntgegebene Partnerschaft zwischen der Kreuzfahrtbranche und der Stadt Dubrovnik mit dem Ziel, das Weltkulturerbe Dubrovnik zu erhalten und die Stadt gemeinsam zu einem Vorbild für nachhaltigen Tourismus in der Adria-Region und darüber hinaus zu entwickeln“, so Grammerstorf.

Diese Zusammenarbeit bindet alle Beteiligten in einer Arbeitsgruppe ein, darunter auch die Einwohner vor Ort und internationale Organisationen. Auf der Grundlage der UN-Kriterien für nachhaltigen Tourismus entwickelt die Arbeitsgruppe einen zukunftsgerichteten Plan des Destinationsmanagements.

CLIA lädt zum offenen Dialog

Ein wesentliches Element aus Sicht der Branche ist der offene Dialog nicht nur mit den Zielhäfen, sondern in alle Richtungen. Mit dem Environment Day bietet CLIA Deutschland eine Plattform für den Informationsaustausch und die Diskussion über kreuzfahrtspezifische Umweltthemen. Die nächste Veranstaltung in dieser Reihe findet am 4. September an Bord der Mein Schiff 1 in Hamburg statt. Der thematische Schwerpunkt der Veranstaltung liegt diesmal auf der Abwasseraufbereitung, der Abgasnachbehandlung an Bord von Kreuzfahrtschiffen sowie der Vorstellung von Luftmessergebnissen am Beispiel des Hafens von Kiel.

Auf dem Programm stehen Fachbeiträge von Experten. Im Anschluss können Teilnehmer die zuvor erläuterten Einrichtungen und Maßnahmen im Rahmen einer Besichtigung des Schiffes hautnah erleben.

Hintergrund:
Cruise Lines International Association (CLIA) – in Deutschland vertreten durch CLIA Deutschland – ist die vereinte Stimme der internationalen Kreuzfahrtbranche. Als der weltweit größte Verband der Kreuzfahrtindustrie mit insgesamt 15 Niederlassungen ist CLIA in Nord- und Südamerika, Europa, Asien und Australasien vertreten. CLIA unterstützt Regularien und Praktiken, die ein sicheres und intaktes Kreuzfahrtumfeld für jährlich mehr als 25 Millionen Passagiere fördern. Zudem fördert CLIA das Ansehen, die Attraktivität und die Erschwinglichkeit des Kreuzfahrterlebnisses. Zu den Mitgliedern zählen die weltweit angesehensten Fluss- und Hochsee-Reedereien – darunter auch Anbieter von Spezial-Kreuzfahrten – sowie Reiseveranstalter, Zulieferer, Häfen und Hafenbehörden, Destinationen und zahlreiche weitere Geschäftspartner, die sich dem nachhaltigen Erfolg der Kreuzfahrtindustrie verschrieben haben.

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