Nordlichter – Die kuriosesten Sagen und Mythen

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In den vergangenen Tagen zeigten sich in Island so starke Nordlichter wie lange nicht mehr. Isländische Astrologen sagen solch eine Ausprägung erneut bereits für Ende Oktober 2016 voraus.

Um die grünen und blauen Lichter am Himmel ranken sich zahlreiche Mythen und Legenden aus aller Welt. Wir haben für Sie die kuriosesten Interpretationen des Naturspektakels der Aurora Borealis verschiedener Nationen auf der nördlichen Halbkugel zusammengestellt.

 

Dies sind die außergewöhnlichsten Mythen rund um Polarlichter:

Südostasien: Hübsche Babys dank Polarlichtern

Es ist kein Zufall, dass die Besucherzahlen aus Südostasien in Island in vergangener Zeit deutlich zugenommen haben, denn diese Länder sind besonders fasziniert von Aurora Borealis. Chinesen und Japaner schreiben dem Polarlicht besondere Kräfte bei einem Kinderwunsch zu. Sie glauben fest an eine Wirkung auf die Fruchtbarkeit junger Paare. Ein Mythos besagt, dass bei einer Empfängnis unter den Nordlichtern das Kind ein Junge wird. Zudem besteht in der japanischen Kultur der Glaube, dass ein Kind, das unter Nordlichtern gezeugt worden ist, mit besonders gutem Aussehen und Verstand sowie Glück gesegnet ist.

Island & Nordamerika: Nordlichtern darf applaudiert und zugeflüstert werden

Laut isländischem Glauben dürfen Betrachter weder winken, singen noch pfeifen, wenn Nordlichter am Himmel schweben. Sonst werden die Geister der Lichter aufmerksam und kommen auf die Erde, um den Betrachter zu holen. Wer trotzdem seine Freude über das farbenfrohe Phänomen zum Ausdruck bringen möchte, kann laut dem Volksglauben den Lichtern aber applaudieren. In Nordamerika glauben Indianer, dass Flüstern die Lichter anlockt und so Nachrichten an Verstorbene geschickt werden können.

Skandinavien: Reich an Fisch durch Farbenspiel am Himmel

In Norwegen und Schweden dachte man früher, dass die Nordlichter die Reflektion von riesigen Heringsschwärmen in den nördlichen Meeren sind. Inzwischen hat sich der Mythos dahingehend weiterentwickelt, dass die bunten Lichter am Himmel die Ankunft großer Heringsschwärme ankündigen sollen.

Kanada: Polarlicht als Fackel der Götter

In Kanada werden Polarlichter als die Fackeln der Götter gesehen. Eine Überlieferung der Indianer Kanadas besagt, dass der Halbgott Nanabozho die Welt und den Menschen erschuf. Nachdem er sein Werk vollbracht hatte, zog er sich in den Norden zurück, versprach den Menschen aber, sie stets zu begleiten. Als ein Zeichen seines Schutzes entzündet er von Zeit zu Zeit kräftige Flammen, deren Spiegelungen für die Menschen am Himmel sichtbar sein sollten. Zudem werden die bunten Lichter am Himmel auch als Zeichen der Begleitung der Seelen der Verstorbenen durch Götter ins Paradies gesehen.

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